Pressestimmen zum Programm "Gegenwelten"

........"Eröffnet wird die Veranstaltung mit Bartóks „Violinsonate Nr. 2“: Hierbei bieten die bereits mit mehreren Musikpreisen ausgezeichnete Taneva, die neben ihrer Tätigkeit als Dozentin an der Hochschule für Musik Saar Teil des Et Arsis Pianoquartetts ist, und der ebenfalls an der Hochschule unterrichtende Brandt zwanzig Minuten toll vorgetragene, expressionistische Musik – vor allem vom technischen Standpunkt aus: Um zu berühren, ist die Komposition des Ungarn etwas zu spröde und durch die ihr innewohnende Hektik bisweilen enervierend. Dass hier zwei auf der Bühne stehen, die ihre Instrumente absolut beherrschen, ist trotzdem jederzeit offenbar und lässt einen dem Stück bereitwillig folgen.

 

Durch die darauf folgende romantische „Sonate A-Dur für Klavier und Violine op. 100“ von Brahms mit ihren gefühlvollen Melodien und den immer wieder ineinanderfließenden Themen im ersten Satz schaffen es Taneva und Brandt, einen Kontrast zum vorangegangenen Stück herzustellen: Auf Kopfmusik folgt welche fürs Herz.

Brandt und Taneva haben die Reihenfolge des Abends wohl bedacht: Nach einer kurzen Pause spielen die Musiker zum Höhepunkt von „Gegenwelten“ auf: Die abwechslungsreiche „Sonate Nr.1 in f-Moll, op. 80“ des Russen Prokofjew mit ihren vier Teilen, die jeweils einer eigenen Dramaturgie und Dynamik folgen, halten für die Zuhörer allerlei Facetten bereit: Die tiefe Traurigkeit des ersten Satzes wird im zweiten Satz, in dem beide energisch und laut zu Werke gehen, konterkariert, woraufhin sie das Stück wieder ins Liebliche, Versöhnliche tragen. Besonders in den schnellen Passagen zeigt sich, wie gut der Pianist und die Violinistin aufeinander eingespielt sind.........."    Saarbrücker Zeitung 1.5.2018